Formen des Gedenkens: Flossenburg und Regensburg. Exkursion

Sa, 09. Mai 2015
07:45 - 19:00 Uhr

Skulpturenmuseum vor Ort
Anmeldung erforderlich unter:
Tel: 0871/89021
skulpturenmuseum@landshut.de
 

Fritz Koenig hat sich vielfältig in seinem Werk mit unterschiedlichen Formen des Gedenkens beschäftigt.
Vor allem der Zweite Weltkrieg brachte durch die Vielzahl der Opfergruppen neue Erinnerungsformen mit sich.
Die Exkursion möchte die erinnerungsstiftenden Zeugnisse des jüdischen Lebens im Dritten Reich in den Mittelpunkt rücken.

Zu Beginn der Exkursion werden die KZ-Gedenkstätte und der Steinbruch in Flossenbürg besucht.
Bevor das Konzentrationslager errichtet wurde, war Flossenbürg ein kleines Dorf in der Oberpfalz. Ende dess 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Steinbrüche, dank der Granitvorkommen, in Betrieb genommen. Flossenbürg blühte als Arbeiterdorf und Ausflugsziel auf. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden die Steinbrüche zu einem Arbeitslager. Jahrzehnte später lieferten die Steinbrüche das Material für einige Werke des Bildhauers Fritz Koenig.

Anschließens wird in Regensburg das Denkmal "Misrach" (2005) von Dani Karavan besichtigt. Das Denkmal bildet eine besondere Form des Gedenkens an die jüdischen Opfer im Zweiten Weltkrieg: Auf einem öffentlichen Platz, inmitten der Altstadt, wo das Leben blüht, soll der Passant inne halten und gedenken. In einer Stadtführung werden weitere erinnerungsstiftende Zeugnisse jüdischen Lebens erklärt.