Thomas Bernhard, "Der Stimmenimitator"

So, 20. Oktober 2013
Beginn: 11:00 Uhr

Stefan Hunstein, Axel Nitz
Stefan Hunstein, Axel Nitz

Konzert und Rezitation

Sonntag, 20. Oktober, 11 Uhr

Eintritt 10,- | ermäßigt 5,- | Anmeldung erwünscht

Stefan Hunstein, Rezitation
Axel Nitz, Musik

In seinem 1978 verfassten Werk „Der Stimmenimitator“ befasst sich Thomas Bernhard mit der Endlichkeit der menschlichen Existenz. In kurzen Prosastücken über sehr unterschiedliche Menschen stehen zumeist eindringliche Ereignisse im Mittelpunkt, die auf ein unausweichliches Ende zustreben.

Damit steht das Werk in einem inhaltlichen Bezug zu zahlreichen Arbeiten von Fritz Koenig, der sich über Jahrzehnte mit ähnlichen Fragen bildhauerisch auseinandergesetzt hat. Nicht zuletzt seine Epitaphe führen diese Thematik über den Tod hinaus fort.

Beide – der Schriftsteller Thomas Bernhard wie der Bildhauer Fritz Koenig – vermögen mit ihren spezifischen sprachlichen wie bildhauerischen formalreduzierten Gestaltungsmitteln komplexe Inhalte sehr eindringlich auszudrücken.

Stefan Hunstein studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Seit 1990 ist er Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele bzw. des Bayerischen Staatsschauspiels. Seit 2003 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 erhielt er den Kurt-Meisel-Preis.

Axel Nitz erweiterte die als Saxophonist begonnene Laufbahn um Kompositionsstudien für zeitgenössische Musik. Seit 1987 schuf er über 50 Schauspielmusiken für namhafte deutsche Schauspielhäuser, darunter die Münchner Kammerspiele, das Bayerische Staatsschauspiel und das Staatstheater Wiesbaden. Für Thomas Bernhards „Stimmenimitator“ schuf er eine eigene Komposition.