Kunstvermittlung & Museumspädagogik

Bereits seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1998 bildet der Bereich Kunstvermittlung und Museumspädagogik ein wichtiges Standbein der Öffentlichkeitsvermittlung. Erste museumspädagogische Projekte entstanden in Gemeinschaftsarbeit mit dem Pädagogen Lothar Brey. Die auf die jeweiligen Ausstellungen ausgerichteten Pädagogiken erstrecken sich dabei weit über den eigentlichen Museumsbesuch hinaus. Es wird weiteres Material angeboten, um in Vor- und Nachbereitungen den Museumsbesuch zu vertiefen.

Das Angebotsspektrum richtet sich bereits an Kindergärten und Vorschulen, hat einen Schwerpunkt für Schüler der zweiten bis neunten Jahrgangsstufe und bietet ein ausgewähltes Führungsangebot für die Oberstufen. 
Für gewöhnlich beansprucht das museumspädagogische Programm zwei volle Stunden geleiteter und selbständiger Projektarbeit.

Das gesamte umfangreiche Vermittlungsprogramm steht neben dem Museumsgrundriss sowie Informationsblättern zu den Themen Hiob und Ikarus bereit.

Neben den eher für Schulklassen ausgerichteten Museumspädagogiken werden Kinderworkshops angeboten und Kindergeburtstage veranstaltet. In den Workshops steht die eigene künstlerische Arbeit im Mittelpunkt. In einer ersten Führung werden die Kinder an ausgewählte Themen herangeführt, mit denen sie sich anschließend malend oder plastisch befassen. Bei Kindergeburtstagen stehen die kleinen Jubilare mit ihren Freunden ganz im Zentrum des Museums. Je nach Altersklasse werden die Kinder an ausgewählte Arbeiten von Fritz Koenig herangeführt. Der spielerische Anteil – ob malerisch oder plastisch – steht hier im Vordergrund.

Die museumspädagogische Vermittlung endet nicht mit den oberen Schulklassen, sondern erstreckt sich spezifisch abgestimmt auf Studentengruppen. Da die meist aus anderen Städten angereisten Gruppen neben dem Besuch im Skulpturenmuseum weitere Programmpunkte auf ihrer Agenda haben, bietet das Skulpturenmuseum nach Absprache auch Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten an. Nicht zuletzt die langjährige Lehrtätigkeit von Fritz Koenig als Professor für Plastisches Gestalten an der Münchner TU in Verbindung mit der Architekturfakultät ist für aktive Dozenten Anlass eines  Museumsbesuchs als Seminarbestandteil.

Hier finden Sie unser Gesamtvermittlungsprogramm zum Download:

Gesamtvermittlungsprogramm.pdf

Gerne können Sie uns für weitere Informationen auch unter Tel: 0871/89021 kontaktieren.

Vier Projekte stellen sich vor

Fliegen lernen

Im Rahmen des Familientages am Samstag, den 11. Oktober 2015, lud das Skulpturenmuseum Klein und Groß ein, auf Fritz Koenigs Spuren "fliegen zu lernen". Während die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren ihre eigenen Flugobjekte aus verschiedensten Materialien basteln durften, wurden die Erwachsenen durch das Museum geführt.

Zum wiederholten Mal hieß das Skulpturenmuseum Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder und alle Interessierten zu einem spannenden Workshop unter dem Motto "Fliegen lernen" Willkommen.
Seit jeher beschäftigt sich der Mensch mit dem Traum vom Fliegen - so auch der Landshuter Künstler Fritz Koenig. Koenig verarbeitete das Thema auf seine Weise in Werken wie "Vogelmensch" oder "Ikarus", welche unseren kleinen Gästen als Ausgangspunkt für ihre eigene kreative Umsetzung dienten. Unter der Leitung der Künstlerin Annegret Hoch durften sie kleben, schneiden, tackern und malen, während Eltern und Großeltern durch das Museum geführt wurden. Zum Abschluss wurden die großartigen Flugobjekte und Flügel im angrenzenden Skulpturengarten getestet und ausprobiert.

Der Koenig und ich


In Zusammenarbeit mit der Pestalozzischule, einer Einrichtung der Lebenshilfe Landshut e. V., entwickelte das Skulpturenmuseum im Hofberg ein museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in der geistigen Entwicklung.

Bei insgesamt fünf Museumsbesuchen, über ein Dreiviertelschuljahr verteilt, begegneten die Schülerinnen und Schüler dem Bildhauer Fritz Koenig auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Spannend waren hier vor allem die Themen, bei denen sich schnell herausstellte, dass einen weltberühmten Künstler dieselben Thematiken beschäftigen wie einen Heranwachsenden: Liebe, Freundschaft, Trauer und Glaube.

Neben den vielen kleinen Aha-Momenten, die das Ertasten und Besprechen der einzelnen Kunstwerke begleiteten, war die Eröffnung einer eigenen Ausstellung der Höhepunkt des Pilotprojektes. In Eigenarbeit gestaltete die Schülergruppe in den Räumlichkeiten der Pestalozzischule individuelle Kunstwerke aus Ton in der Anlehnung an die Kunst Fritz Koenigs. Diese Werke wurden zusammen mit Fotografien von Peter Litvai, der das Projekt mit der Kamera begleitete, in der Kleinen Rathausgalerie in Landshut feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Sollten Sie Interesse haben, das Skulpturenmuseum auch mit Ihrer Klasse zu besuchen, kontaktieren Sie uns unter: Tel: 0871/89021 oder skulpturenmuseum@landshut.de

Die Schülerinnen und Schüler entdecken die Kunst Fritz Koenigs
Die Schülerinnen und Schüler entdecken die Kunst Fritz Koenigs. Fotos: Peter Litvai

In jedem Menschen steckt ein Koenig


Großes Kooperationsprojekt mündet in Ausstellung im Röcklturm

„In jedem Menschen steckt ein Koenig“ – so heißt das  Projekt, das zusammen mit dem Caritas-Kinderheim St. Vinzenz, dem Ostbayerischen Kulturforum und der Mittelschule Landshut-Schönbrunn wieder in eine Ausstellung mündet.
Neben spannenden Entdeckungstouren durch die unterirdischen Museumsräume wurde in Workshops geformt, gepinselt, geklebt und gelacht. Aus Papier, Ton und Elektroschrott sind die schönsten Kunstwerke entstanden. Darüber hinaus hatten die Kinder die Möglichkeit, die gesamte Ausstellung mitzugestalten, angefangen von den Beschriftungstafeln für die Ton- und Papierskulpturen bis hin zur Flyergestaltung am Computer – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Die Ergebnisse der Workshops konnten sich in einer kleinen Ausstellung im Landshuter Röcklturm sehen lassen.

Die Förderer des Projektes

 

NEU - Der Flug zur Sonne - NEU

Roswitha Heißenhuber kombiniert Museumspädagogik, Theaterpädagogik und Kunsterziehung

Ins ferne Griechenland gebeamt zu werden, das wäre eine feine Sache! Im Skulpturenmuseum im Hofberg ist dies für Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren möglich. Dort treffen wir dann auf Daidalos, Minos, Talos und Ikarus. Was diese Vier miteinander verbindet erlernen die Kinder in spielerischer Art. Der Botschaft, die Daidalos seinem Sohn Ikarus auf geheimnisvolle Weise vermitteln will, kommen wir ebenfalls auf die Spur. Die Kinder dürfen selbst "one minute sculpture" spielen und Flugübungen absolvieren, um zum Schluss die Skulpturen Fritz Koenigs mit anderen Augen zu sehen und ihre Botschaften zu "lesen".

Roswitha Heißenhuber arbeitete als Kunstlehrerein an verschiedenen Schulen des Landkreises Erding und leitete museumspädagogische Projekte. Sie absolvierte in Südtirol die Ausbildung zur Theaterpädagogin.

Termine nach Vereinbarung
Dauer: 2 Std.
Kosten: 3,50 Euro pro Kind

Achtung: Dieser Workshop ist noch nicht im Gesamtvermittlungsprogramm verzeichnet.