Skulpturen / Plastiken

Fritz Koenig durchlief in seiner sich über fünf Jahrzehnte erstreckenden Schaffenszeit verschiedene Phasen, deren bildnerische Zeugnisse heute alle in Sammlungen vertreten sind. Sehr früh schon fand er zu seiner ureigenen Formensprache. In Form und Sinn bildhauerischer Formulierungen der Moderne sind es zeichenhafte Skulpturen, die in ihrer autonom-subjektiven Konzeption immer dem Figürlichen verpflichtet bleiben. Tagtäglich sich erneuernde Naturbegegnung und Respekt vor der Kreatur durchziehen sein Werk.

Fritz Koenig – das ist mehr als der Name eines Menschen, mehr als eine gewaltige Produktion an Zeichnungen und Skulpturen.

Reiner Kunze schrieb in seinem "Tagebuch eines Jahres" unter dem 15. März 1992 aus Anlass des kollektiven Austritts einiger Mitglieder aus der Akademie der Künste Berlin: "Ein Fritz Koenig ist weder durch einen ebenso wichtigen Künstler zu ersetzen, noch durch einen noch wichtigeren, und das deshalb nicht, weil er Fritz Koenig ist, den es auf der Welt nur ein einziges Mal gibt – und nur für kurze Zeit."

Eine Bemerkung des gleichen Schriftstellers über das von Koenig geschaffene Mauthausen-Mahnmahl und seine Epitaphe sei noch erwähnt: "Sie gehören zum Zartesten, Anrührendsten und Erschütterndsten, was ich an zeitgenössischer Bildhauerei kenne."