Zeichnungen

Das graphische Werk von Fritz Koenig steht dem skulpturalen Schaffen gleichwertig gegenüber. Es besitzt nicht, wie bei der Bildhauerzeichnung üblich, nur eine dienende Entwurfsfunktion im Werkprozess zur jeweiligen Skulptur. In Thema und Motiv greifen beide Gattungen aufs unmittelbarste ineinander. Weg und letztendlich Erscheinung bewahren aber immer ihren eigenständigen, authentischen Charakter.

Neben der Zeichnung zeigt die Sammlung Papierschnitte und Kartonreliefs. Die letzteren, in den 80er Jahren entstandenen Arbeiten formulieren Themen wie Paar und Epitaph, die zu dieser Zeit auch im Zentrum der plastischen Arbeit stehen und transportieren sie auf die Ebene des Reliefs.

Die Papierschnitte, in den 90er Jahren geschaffen, entstanden nicht zuletzt wegen des plastischen Reizes des roten gewöhnlichen Packpapiers, das geschnitten, gefaltet und geknüllt seine dreidimensionale Wirkung entfaltet.

Die Sammlung erstreckt sich von frühen Kriegszeichnungen der 40er Jahre bis in das Jahr 2002.