Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung

Das Skulpturenmuseum im Hofberg zu Gast in der Zisterzienserinnenabtei Seligenthal

Seit dem 21. Juni 2013 ist die Dauerausstellung Fritz Koenig. Kultbild. Aus Werk und Sammlung geöffnet.

Der 1924 geborene Bildhauer Fritz Koenig ist als Künstler, Sammler und Mensch tief in der altbayerischen Glaubenswelt verankert. Seit den Anfängen seines bildnerischen Schaffens in den späten vierziger Jahren hat er eine Fülle an sakralen Werken in offiziellem Auftrag oder aus eigenem Impetus heraus geschaffen. Diese Auseinandersetzung mit ikonographischen Traditionen findet ihre Entsprechung in den reichen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen des Bildhauers: Die zentralen Themen nicht nur christlicher Andacht und Memoria finden sich in Kunstwerken und Artefakten auf vielfältigen Ebenen darin wieder.

Die temporäre Heimat im Kreuzgang des Klausurbereichs des Klosters Seligenthal für ausgewählte Kunstobjekte aus Oeuvre und Sammlung der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung ist eine großartige Ausstellungsmöglichkeit, ein kostbares Geschenk an das Werk. An diesem besonderen Ort erfahren die Arbeiten eine spürbare spirituelle Aufladung.

Als Künstler hat sich Fritz Koenig mit sakralen Inhalten und tradierten Kultbildern befasst und diese überlieferten Formen in individuelle Neuschöpfungen überführt. Intime, oft private Arbeiten im kleinen Format stehen im Gesamtwerk neben monumentalen Skulpturen und umfassenden Raumausstattungen für Kirchen, Grablegen oder Gedenkstätten.

Charakteristisch für Koenigs sakrales Gesamtwerk ist die Arbeit in Zyklen beziehungsweise in Werkkomplexen. Als Beispiel seien hier die Kreuz-Darstellungen genannt, die tradierte bekannte Formen aufgreifen und in völlig neuartigen individuellen Gestaltungen münden.

Mit dem bedeutenden Werkkomplex der Epitaphe hat Fritz Koenig christliche Memorialtraditionen aus Mittelalter und Barock aufgegriffen und formal wie semantisch auf völlig neue, bisher ungekannte Ebenen überführt. Ausgehend von „traditionellen“ ikonographischen Vorbildern entwickelte er autonome skulpturale Lösungen, wie sie dem Betrachter etwa in der Bischofsgrablege des Doms zu Eichstätt begegnen.

Die Beschäftigung mit dem Phänomen des Kultbildes lässt sich auch in den „koeniglichen“ Sammlungen abendländischer wie außereuropäischer Kunst festmachen. Hierzu zählen etwa die bedeutenden spätmittelalterlichen Ton-Plastiken eines Nikolaus von Myra oder Johannes des Täufers, zahlreiche Kreuze unterschiedlichster Epochen und Regionen oder auch „funktionale“ Artefakte wie ein Weihwassergefäß in Form eines Totenschädels.

Öffentliche Führungstermine

Die Ausstellung ist nur zu den öffentlichen Führungsterminen zu besichtigen.

Die öffentlichen Führungstermine finden Sie im Veranstaltungskalender. 

Verbindliche Anmeldung im Skulpturenmuseum erforderlich.
Eintritt 5,- / ermäßigt 3,-

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